Wednesday, 23. november 2011 3 23 /11 /Nov. /2011 11:36


Unter Feminisierung versteht man ein erotisches Rollenspiel, in dem ein Mann durch Kleidung und Verhalten in die Rolle einer Frau schlüpft. Es ist eine spielerische Form des Crossdressing. Eine Feminisierung aus medizinischen Gründen nennt mann Effemination.

Die Feminisierung erfolgt aus eigener persönlicher Neigung, beispielsweise einer Affinität zur Dessous. Grundsätzlich ist der Wunsch nach Verweiblichung unabhängig von der sexuellen Niegung, tritt aber häufiger in weiblich dominierten Partnerschaften auf und ist eine in der Literatur häufig erwähnte Praktik. Die Dauer der Feminisierung kann von wenigen Studen bis hin zu einer dauerhaften Feminisierung reichen.

Die Feminisierung findet häufig versteckt statt, indem unter der Straßenkleidung komplett Damenwäsche, Damenstrümpfe und Strapse getragen werden und feminine Hygieneartikel zum Einsatz kommen. Männer, die bevorzugt Damenunterwäsche tragen, nennt man DWT (Damenwäscheträger). Manchmalist die Fetischkleidung, wie Korsett, Gummi- oder Latexwäsche, eine weitere Ausdrucksform. Der Wechsel zur Damenkleidung und Damenschuhen, das Tragen von Schminke usw. kann bestimmten Vorbildern folgen. Häufig wird versucht, in der Kleidung und im Verhalten die Vorstellung der „echten Dame“ nachzueifern. Die angestrebten Motive erinnern dabei oft an die 1950er und 1960er Jahre. Eine andere oft praktizierte Variante ist die Sexualisierung des weiblichen Rollenbildes. Hier sind überzogenes Make-up, extrem aufreizende Kleidung und hohe Schuhe Standard. Sie üben auf Träger und seine(n) Partner/in starke sexuelle Reize aus.

Bei der dauerhaften Feminisierung wird oft von den feminisierten Männern die Haushaltsführung übernommen. Die Partner bzw. die Partnerin wird zum dominanten Teil der Beziehung. In diesen Beziehungen spielt auch häufig das Thema Cuckold und Keuschhalten eine Rolle, weil oft erst durch die sexuelle Entmännlichung eine vollständige (jedoch befristete) Identifikation mit der neuen Rolle erfolgt. Dabei werden auch weibliche Verhaltensweise eingeübt. Und übernommen, ein weiblicher Name verwendet und für das äußere Erscheinungsbild wird häufig ein extremes Zerrbild der Weiblichkeit verwendet, das bei den beiden Partnern starke sexuelle Erregung auslöst.

Die weibliche Namensgebung kann ein wichtiger Aspekt zum Wechsel der Geschlechterrolle sein, die Verwendung des (selbstgewählten) Frauennamens markiert dabei den Übergang von Realität zu Rollenspiel. Innerhalb des Spieles werden auch für die männlichen Geschlechtsorgane die entsprechenden weiblichen Bezeichnungen gewählt.

Die Zwangsfeminisierung erfolgt grundsätzlich zwischen zwei einvernehmlichen Partnern. Im Vordergrund stehen dabei das beiderseitig lustvolle Erleben der Unterwerfung, andererseits können auch sexuell konnotierte Erniedrigung und Unterwerfung eine wichtige Rolle spielen.

 

 

Sag mal, Ansgar?

 

Ja, Tiberius?

 

Wolltest du nicht heute Hausputz halten? Heute ist Samstag. Das ist die klassische Zeit für fensterputzen, saugen, Wäsche waschen, Staub putzen und all die anderen Sachen, die dazugehören.

 

Grummel grummel. Warum muß ich das machen?

 

Na, du hast doch gesagt: "Ich will wissen, wie es ist, eine Frau zu sein!" Jetzt hast du Gelegenheit dazu. Na los, jetzt fang endlich an. Oder muß ich dir erst Beine machen.

 

(am Abend)

 

Ansgar? Ansgar? Wo bist du? Da bist du ja endlich. Schau dir doch mal das Fenster an. Lauter Streifen sind da. Und gesaugt hast du auch nicht richtig. In der Ecke liegen nach ganz viele Krümel. Was soll ich nur mit dir machen, Ansgarine?

 

(am Montag)

Guten Tag, mein Herr. Mein Mann sagt, ich soll mich hier zu einem Hauswirtschaftskurs anmelden.

 

Eh - Ihr Mann? Aber Sie sind doch selbst ein Mann.

 

Ich? Ein Mann? Nein, nein, ich sehe nur so aus. Ich bin eine Frau mit dichtem Bartwuchs und den falschen Geschlechtsmerkmalen. Also, darf ich mich jetzt zu dem Hauswirtschaftskurs anmelden?

 

(eine Stunde später) So ein gequirlter Scheibenkleister. Der Hauswirtschaftskurs sei nur für Frauen, behaupten die. Und ich sei keine Frau, sondern ein Mann. Pah. Ich werde es denen zeigen. Wo ist die Tageszeitung? Hier. Wo sind die Stellenanzeigen? Ah ja, hier. Und siehe da. Es gibt tatsächlich mehrere Ausbildungsstellen für Hauswirtschafter. Die hier ist ja sogar ganz in der Nähe. Ich muß da mal anrufen. Vielleicht kriege ich ja die Lehrstelle.

 

(Nettelsbecker Volksstimme)

 

Ansgarine heißt eigentlich Ansgar. Er/sie wurde heute zum besten Hauswirtschafter / zur besten Hauswirtschafterin gekürt. Soll heißen: Sie/Er hat seine letzte Prüfung bestanten. Er/sie ist damit Stadtmeister/ Stadtmeisterin unter den Hauswirtschaftern. "In mir schlägt eben die Kraft der zwei Herzen," begründet Ansgarine/Ansgar den Erfolg.

von andreasruedig - veröffentlicht in: Literatur
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